Eine übermäßige Moosentwicklung deutet geradezu auf ungünstige Wachstumsbedingungen für die Rasengräser hin.
Moose findet man im Rasen verstärkt:
An schattigen Stellen im Garten sollte daher am besten kein Rasen angelegt werden. Viel günstiger ist es, schattenverträgliche Stauden im Bereich von Bäumen, Sträuchern und im Schatten von Bauten zu pflanzen.
Unzureichende Nährstoffversorgung kann in der Regel problemlos durch Düngung behoben werden. Zur Erkennung von Nährstoffungleichgewichten empfiehlt es sich, eine Bodenanalyse für den Rasenbereich im Garten durchführen zu lassen und entsprechend der Ergebnisse die Düngeart und -menge festzulegen.
Als Waldbewohner bevorzugen die meisten Moose einen eher sauren Boden. Einige wenige Moosarten treten auch an Standorten mit nicht saurem Boden auf. Der pH-Wert als Maß für den Säuregrad eines Bodens wird bei der Bodenuntersuchung erfasst. Ein zu niedriger pH Wert lässt sich beispielsweise durch Ausbringung von Fertigkompost beheben.
Bodenverdichtungen, die bereits auf der Baustelle durch den Einsatz schwerer Fahrzeuge und Maschinen entstanden sein können, stellen eine häufige Ursache für das verstärkte Auftreten der feuchtigkeitsliebenden Moose dar. Bodenverdichtungen im Untergrund verhindern, dass das Niederschlagswasser rasch versickert, so dass es zeitweise zu stauender Nässe kommen kann. Insbesondere schwere Böden mit einem hohen Tonanteil neigen zur Ausbildung verdichteter Bodenschichten, wenn diese Böden falsch behandelt werden.
Vor der Anlage eines Gartens ist eine tiefgehende Lockerung des Bodens unbedingt erforderlich. In dieser Hinsicht ist auch die Aussaat tiefwurzelnder Pflanzarten, wie beispielsweise Ölrettich und Lupinen günstig. Die Aussaat solcher Gründüngungspflanzen vor der Bepflanzung des Gartens kann eine tiefgründige, mechanische Lockerung allerdings nicht ersetzen. Bei der Durchwurzelung des Bodens wird jedoch organische Substanz eingebracht und zusätzlich entwickelt sich oberirdische Pflanzenmasse, die später eingearbeitet werden kann.
Die Zufuhr und Einarbeitung von Sand verbessert den Wasser- und Lufthaushalt schwerer Böden. Vor der Anlage eines Rasens kann Sand in einer Schichtdicke von 10 cm eingefräst werden, bei bestehenden Rasen sind nur noch Schichten 1 – 2 cm für den Rasen verträglich.
Alternativ kann das fertige Donau-Wald Produkt Rasenfit eingesetzt werden. Hier ist der Sand bereits eingemischt.
Durch die manuell zu bedienenden oder motorgetriebenen Vertikutier- und Aerifiziergeräte kann in bestehenden Rasenflächen der Wasserabzug und der Lufthaushalt in der obersten Bodenschicht verbessert werden.
Beim Vertikutieren wird die aus abgestorbenen Stengelteilen, Blättern, sowie oberflächlichen Wurzeln und Ausläufern gebildete Rasenfilzschicht durchschnitten und der Boden nur wenige Millimeter tief eingeritzt. Auf einer kleinen Fläche kann diese Arbeit mit einem preisgünstigen Vertikutierrechen durchgeführt werden. Beim Aerifizieren werden dagegen in der Regel maschinell viele kleine Löcher im Rasen gesetzt, man kann sich auch mit einer Grabgabel behelfen
Die positiven Wirkungen des Aerifizierens, und des Vertikutierens auf den Wasserabzug und die Durchlüftung bleiben durch die Ausbringung von Rasenfit länger erhalten. Das Vertikutieren beziehungsweise das Aerifizieren sollte wenigstens einmal jährlich im Frühjahr / Sommer durchgeführt werden.
Der Rasen darf nicht zu häufig und zu tief gemäht werden, da dies das Auftreten von Moosen ebenfalls fördert. Die Schnitthöhe sollte nicht länger als 4 cm liegen, anderseits sollte eine Rasenhöhe von 6 – 8 cm nicht überschritten werden. (Aus Merkblatt der Bayerischen Gartenakademie an der Bay. Landesanstalt für Wein- und Gartenbau Würzburg)
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